Harnwegsinfektionen

4212 UTI

Harnwegsinfekte oder HWI sind sehr weit verbreitet und treten öfter bei Frauen als bei Männern auf. Sie können recht schmerzhaft sein, bessern sich aber normalerweise von selbst innerhalb weniger Tage. Manchmal braucht man aber auch ein Antibiotikum. 

Hier erfahren Sie mehr über Harnwegsinfekte und deren Ursachen, und wie man diese schmerzhaften Gänge zur Toilette vermeiden kann.

Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Ursachen

‘Harnwege’ ist eine Sammelbezeichnung für die Körperteile, die für die Bildung und Entsorgung des Urins verantwortlich sind. Dazu gehören die Nieren, Harnleiter, Blase und Harnröhre.

Ein Harnwegsinfekt (HWI) liegt dann vor, wenn eines oder mehrere dieser Körperteile infiziert sind, zumeist durch Bakterien, die über die Harnröhre von außen eingedrungen sind. In sehr seltenen Fällen kann ein HWI auch durch Bakterien im Blutkreislauf verursacht werden. Eine Infektion der Blase bezeichnet man als Blasenentzündung (Cystitis), eine Harnröhrenentzündung als Urethritis.

HWI zählen nicht zu den Geschlechtskrankheiten, aber manche Frauen stellen fest, dass Reizungen beim Geschlechtsverkehr zu einer HWI führen können. Bei Männern können HWI durch eine Verengung der Harnröhre (Striktur), eine frühere Geschlechtskrankheit, einen Blasenstein oder Probleme mit der Prostatadrüse ausgelöst werden. 

Symptome

Die Symptome können einzeln oder in Kombination auftreten

  • Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen
  • Plötzlicher Harndrang (man kann es nicht mehr halten)
  • Rücken- oder Magenschmerzen
  • Milchiger oder unangenehm riechender Urin
  • Ein allgemeines Unwohlsein

Das ist alles völlig normal und vergeht normalerweise innerhalb weniger Tage. Wenn Sie allerdings schwanger oder Diabetiker sind, hohes Fieber haben, oder wenn sich Ihre Symptome nicht spürbar bessern, sollten Sie mit Ihrem Hausarzt reden.

Vorbeugungstipps

Oft werden zur Behandlung von HWI Antibiotika verschrieben, aber man kann das Infektionsrisiko bereits in Vorfeld reduzieren:


Achten Sie auf gute persönliche Hygiene – Duschen oder baden Sie täglich, waschen Sie sich  den Intimbereich und achten Sie darauf, sich nach dem Toilettengang von vorne nach hinten abzuwischen. Die meisten HWI werden verursacht, indem Bakterien vom Anus (After) zufällig in die Harnröhre gelangen.

  • Halten Sie den Harndrang nicht zurück. Gehen Sie zur Toilette, sobald Sie den Harndrang verspüren.  
  • Halten Sie den Harndrang nicht zurück. Gehen Sie zur Toilette, sobald Sie den Harndrang verspüren. 
  • Meiden Sie Verstopfung (Probleme beim Stuhlgang). Für einen regelmäßigen Stuhlgang sollten Sie sich ballaststoffreich ernähren und den ganzen Tag über Wasser trinken.
  • Trinken Sie Cranberrysaft. Cranberrysaft oder Cranberry-Kapseln stärken Ihre Abwehrkräfte gegen HWI auf natürlich Weise.
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